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SRI LANKA INFO

Sri Lanka, bis 1972 Ceylon (amtlich: Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka) ist ein Inselstaat im Indischen Ozean 31 km vor der Südspitze des Indischen Subkontinents. Die Insel wird auch Perle des Indischen Ozeans genannt und hat ca. 20 Millionen Einwohner.

Die Insel ist 434 km lang, 225 km breit , ca. 65.610 qkm groß (etwa wie Bayern). Sri Lanka ist ein Agraland. Der berühmte Ceylon-Tee, Kautschuk, Kopra und Gewürze (besonders Zimt) sind Exportartikel.

Sri Lanka ist ein ideales Reiseland: weiße Strändemit Kokospalmen, Reisterrassen, Gewürzgärten, große, tierreiche Nautrschutzgebiete, gewaltige Ruinenstädte, Tempel, Dagobas, Statuen und vieles mehr.....

Sri Lanka wurde über zwei Jahrtausende von verschiedenen lokalen Königreichen regiert, bis im 16. Jahrhundert große Teile der Insel von den Portugiesen und den Niederländern kolonisiert wurde. 1815 wurde das ganze Land Teil des Britischen Empires. Während des Zweiten Weltkriegs diente Sri Lanka den Allierten als eine strategisch wichtige Basis im Kampf gegen das japanische Kaiserreich. Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs der Wunsch nach Unabhängigkeit, der im Jahr 1948 nach friedlichen Verhandlungen von den Briten erfüllt wurde.

Sprache: Sinhalesisch, Tamil, Englisch

Währung: Sri Lanka Rupie

Umrechnung: www.oanda.com/convert/classic.com

Tee:

Seit vielen Jahren ist Sri Lanka einer der führenden Teeproduzenten der Welt. Der aromatische Tee aus dem Hochland wird heute noch als "Ceylon" Tee angeboten. Eine Fahrt zu den Tee-plantagen und -fabriken lohnt sich erheblich, da Sie den Tee dort nicht nur extrem günstig kaufen, sondern auch seine kompizierte Herstellung kennen lernen können.

Der Tee wird in verschiedenen Blattarten, die nichts über die Qualität aussagt, unterschieden und angeboten. Sie bestimmen lediglich die Ergiebigkeit.

Hier die die gängigen Abkürzungen mit den entsprechenden Erklärungen:

Die wichtigsten Sortierungen bei Blatt Tee :

FOP Flowery Orange Pekoe ganzes Blatt, ergiebig
GFOP Golden Flowery Orange Pekoe ganzes Blatt, recht ergiebig
TGFOP Tippy Golden Flowery Orange Pekoe ganzes Blatt, Geschmack fein, wenig ergiebig

Befindet sich ein "B" in der Abkürzung , handelt es sich bei dem Balttgrad um einen sogennaten "Broken" (BFOP). Die Blätter sind hierbei zerbrochen, was ihre Ergiebigkeit erheblich stiegert.

Die BOP-Tees sind kräftig und äusserst ergiebig. In Sri Lanka erfreut er sich daher um grosse Beliebtheit.

FBOP Flowery Broken Orange Pekoe gebrochenes Blat , ergiebig
GFBOP Golden Flowery Broken Orange Pekoe gebrochenes Blatt, recht ergiebig
TGFBOP Tippy Golden Flowery Orange Peko gebrochenes Blatt, Geschmack fein, wenig ergieb





Religion:

Sri Lanka ist ein Land der religiösen Vielfalt. Die Bevölkerungsmehrheit der Singhalesen bekennt sich überwiegend zum Theravada-Buddhismus(69,1 %). Andere religiöse Gruppen sind die Hindus (15,5 %), die fast ausschließlich Tamilen sind, Muslime (9,6 %) sind größtenteils Nachfahren der Moors, arabischer Händler, aber auch die kleine malaiische Minderheit bekennt sich zum Islam. Christen, (7,5 %) besonders Katholiken und Anglikaner, sind zum Teil Burgher, also die Nachfahren der protugiesischen und niederländischen Kolonialisten, hauptsächlich jedoch Singhalesen und Tamilen. Der Buddhismus wird aber vom Staat bevorzugt behandelt; so sieht die sri-lankische Verfassung vor, dass der Staat für den Schutz und die Pflege des Buddhismus verantwortlich ist.

Buddhistische Tempel und Feste

Zu einer Tempelanlage gehört ein mehr oder minder schön ausgestalteter Tempel mit einer Buddhastatue und Darstellungen aus dem Leben Buddhas ( gemalt oder mit Gipsfiguren), ein Bo-Baum, eine Gebetshalle, eine Dagoba und das Kloster für die Mönche. Sonntags wird die Gebetshalle für die religiöse Unterweisung von Kindern benutzt. Jeder kann diese Tempelanlage betreten, aber bitte ohne Schuhe und Kopfbedeckung (nur in Moscheen mit Kopfbedeckung). Tage, an denen die Tempel überlaufen sind, sind die Vollmondtage, die Poya- Tage.
Der buddhistische Kalender richtet sich nach den Mondphasen, und noch heute ist der Vollmondtag als buddhistischer Feiertag offiziell anerkannt. An diesem Tag kleiden sich die gläubigen Buddhisten ganz in Weiß, um Poya zu feiern. Neben den für die Laien geltenden Regeln versuchen sie an diesem Tag nach sonst nur für Mönche geltenden Regeln zu leben.
Frauen tragen an diesem Tag keinen Schmuck, gegessen wird nur bis zum Mittag usw. Der Tag wird in Meditation und Gebet verbracht, Blüten werden geopfert und Öllämpchen angezündet, beises Meditations-objekte und Symbole für die Vergänglichkeit.
Neben Lotusblüten werden auch oft die Blüten des Kanonenkugel-baumes dargebracht. Fasziniert hat mich die Erläuterung zu dieser Blume: Wenn man die Blüte auseinanderklappt, sieht man auf der Unterseite ein kleines Gebilde, das sehr viel Ähnlichkeit mit einer Dagoba besitzt. Die umgebenden, unzähligen Blütenteile werden als die Anhänger des Buddhismus gedeutet. Die obere Hälfte der Blüte ähnelt einer mehrköpfigen Kobra, die Buddha während seiner Erleuchtung beschützte. So viel Symbolik in einer kleinen Blüte auf dem Opfertisch. Wieviel erst im ganzen Tempel?





Die wichtigsten buddhistischen Feste, die immer am Vollmondtage gefeiert werden: Januar: Das Duruthu Perahera wird am Vollmondtag im Januar im Kelani Tempel, 10 km von Colombo gefeiert. Es ist das zweitwichtigste Fest nach dem Esala Perahera, das in Kandy gefeiert wird. Das Duruthu Perahera gedenkt Buddhas Besuch in Sri Lanka und sein Zusammentreffen mit dem Nagaraja König in Kelani im 5.Jh. v. Chr.

Februar: Viele Buddhisten besteigen den heiligen Sri Pada (Adam´s Peak).

Mai: Am Vesak Vollmond wird die Geburt, Erleuchtung und der Eingang ins Nirvana von Lord Buddha gefeiert-

Juni oder Juli: Am Vollmondtag wird der Einzug des Buddhismus in Sri Lanka gefeiert. Da König Tissa in Mihintale zum Buddhismus bekehrt wurde, sind die wichtigsten Festorte Mihintale und Anuradhapura.

Juli oder August: Das wichtigste Fest Sri Lankas, das Esala Perahera, wird in Kandy gefeiert. In einer feierlichen Prozession wird der heilige Zahn durch die Stadt getragen.

Dezember: Es wird Sanghamitta gedacht, die einen Ableger des Bo-Baumes, unter dem Buddha die Erleuchtung hatte, nach Anuradhapura brachte. Dieser Baum gilt heute als der älteste historische Baum der Welt. Im November/Dezember findet eine Perahera in Bentota statt.

Hinduismus





Die meisten Tamilen Sri Lankas sind Hindus. Im Hinduismus gibt es mehrere Millionen Gottheiten. In dem sri lankischen Hinduismus im Nordosten Sri Lankas spielen sie eine deutlich geringere Zahl, immerhin aber noch mehr als 20 Götter nehmen eine bedeutende Rolle im Leben der Menschen ein. Sie sind für unterschiedliche Bereiche wie Ernte, Geld, Haus, Gesundheit etc. zuständig. Einigen sind Tiere als Symbole zugeordnet. Der wichtigste Gott in dieser Region Sri Lankas ist Shiva, der Zerstörer, ohne den jedoch ein Neubeginn nicht möglich wäre. Shiva wird oft in Form des Phallussymbols dargestellt, zusammen mit einem Dreispitz. Sein 'Nebenbuhler' Vishnu, zu der Brahma als Höchster gehört, ist der Erhalter und Beschützer. Saraswaghy ist für die Bildung zuständig. In Sri Lanka hat dieser Gott eine hohe Bedeutung, da für es Eltern das höchste Glück ist, wenn die Kinder eine gute Schulausbildung und später eine gute Ausbildung vorweisen können.

Christentum

Das Christentum wurde ab 1505 nach Sri Lanka gebracht. Noch früher war es in Indien, wo in Madras ein Grab des Apostel Thomas (52 n.C.) existiert. Es gibt vor allem in den Küstenregionen von Sri Lanka grosse christliche Minderheiten. Der Anteil der Christen auf Sri Lanka beläuft sich auf rund 7,6%, er war zur Kolonialzeit noch knapp über 20%. In letzter Zeit aber stiegen die Mitgliederzahlen einiger oft von der USA aus finanzierten evangelikalen Kirchen um über 20% jährlich. Die Missionierungstätigkeit ist den buddhistischen Nationalisten ein Dorn im Auge, deshalb häuften sich in den letzten Jahren die Angriffe auf Kirchen - wobei die Freikirchen besonders häufig angegriffen wurden. Seit 1972 sind die Aufenthaltsgenehmigungen für Priester, Missionare und Ordensleute beschränkt. Am stärksten mit einem Anteil um 6% an der Gesamtbevölkerung bzw. je nach Quelle 74 bis 90% an den Christen, ist die römisch-katholische Kirche. Innerhalb dieser gibt es bezüglich der Lösung des ethnischen Konfliktes einen Riss zwischen den 3 Diozösen im tamilischen Gebiet und den übrigen im singhalesischen Siedlungsgebiet. Während 3 bis 4% der Singhalesen Christen sind, macht es bei den Tamilen rund 14% aus. Für die knapp über 1 Million Katholiken gibt es 682 Priester, 15 Bischöfe, ein Erzbischof und einen Kardinal. Das Mariawallfahrtszentrum von Madhu wird jedes Jahr von einer Million Pilger besucht, unter ihnen auch Hinduisten und Buddhisten.
Entgegen anderslautenden Quellen ist das Zusammenleben der Christen mit den Hindus relativ problemlos, es gibt viele Mischheiraten. Schwieriger haben es Christen in den Hochburgen singhalesischer Nationalisten. Kaum Berührungspunkte gibt es zu den Muslims, aber bezüglich der Verteidigung von Minderheitenrechte (z.B. Privatschulenverbot oder Einschränkung) tun sich Christen, Muslims und zuweilen auch Hindus zusammen.

Islam

Der Islam hat in Sri Lanka lange Tradition und kam in Form arabischer Händler ins Land, den Moors. Die meisten Muslims in Sri Lanka sind Sunniten. Viele einheimische Hindus und Buddhisten waren zum Islam übergetreten, dazu kamen islamische Glaubensflüchtlinge aus Südindien, die vor den Portugiesen flüchteten. Da viele Händlerfamilien reich geworden sind, weckt dies Neid. Man kann sagen, dass die Muslime so etwas wie die Juden Sri Lankas sind. Sowohl von buddhistischen als auch hinduistischen Vertretern werden sie nicht voll akzeptiert - beide Seiten betrachten sich als unrein (Essen). Immer wieder kommt es zu spontanen Übergriffen von Pöbel gegen muslimische Geschäfte, auch in der Hauptstadt Colombo. Buddhistische Hardliner sehen in den kinderreichen wohlhabenden Muslimen eine Bedrohung für die buddhistische Identität. Als sich Muslime gegen das Aufstellen buddhistischer Statuen in ihren Siedlungsgebieten wehrten, kam es am 13. April 2005 beispielsweise zu anti-islamischen Demonstrationen von Buddhisten. Ganz selten aber greifen Muslime Hindutempel oder buddhistische Schreine an. Die Muslime der Ostküste sind vom Tsunami besonders stark betroffen.
Hingegen kam es zu Übergriffen von durch wahabitische Prediger aufgehetzten Muslimen gegen Sufis, die keine Rechtgläubigen sein sollen. Auch junge Männer, die spielten oder tranken, wurden zusammengeschlagen oder gar getötet.

Zeitzone: MEZ + 3,5h/4,5h

Strom: 230 V, 50 Hz. Deutsche Stecker passen ohne weiteres

Insektenschutz: Mücken und andere insekten können lästig sein. Mückenabwehrmittel sollte man mit einpaclen, und dort wo Mückennetze zur Verfügung gestellt werden, sind sie auch unbedfingt anzuwenden.

Sicherheit: Sri lanka gilt als sicheres Reiseland. Noch mehr als in Deutschland, jedoch ist von nächtlichen Besuchen in zwielichtigen Gegenden abzuraten.

Visum: Einreise mit EU-Pass ist für bis zu 30 Tage Aufenthalt ausreichend. Alle Reisenden müssen im Flugzeug vor der Einreise eine Ein- und Ausreisekarte ausfüllen. Das Visum wird bei Anreise in Colombo in den Pass gestempelt, jedoch muss der Pass weitere 6 Monate gültig sein!

Handy: Deutsche SIM-Karten funktionieren fas überall ohne Probleme, jedoch sollten Sie sich vor Abreise vergewissern, ob ihr Handy für Sri Lanka freigeschaltet ist, und sich auch über die z. Teil erheblichen Mehrkosten informieren! Günstig sind Sri Lanka SIM-Karten.

Trinkwasser: Immer auf Nr. Sicher gehen, und nur Flaschenwasser trinken! Es kann auch ratsam sein, sich die Zähne mit Flaschenwasser zu putzen.

Lebensmittel: Salate und Früchte/Obst ohne Schale sollte man vermeiden, ausser in Touristen-Hotels und Gästehäuser/Restaurants die auf westliche Gäste eingerichtet sind, da diese zumeist solche Lebensmittel auch sorgfältig mit gefiltertem/reinen Wasser waschen.

Klima: Entsprechend seiner Insellage in Äquatornähe herrscht in Sri Lanka tropisches Monsumklima mit Durchschnittstemperaturen von 30 Grad C im Winter bis 35 Grad C im Sommer mit einer Luftfeuchtigkeit zwischen 80 und 90 %. In den Bergen, wo es nachts mit 10 bis 16 Grad C erheblich kühler sein kann, gelegentlich kommt es sogar zu Bodenfrost, liegen auch die Tagestemperaturen erheblich niedriger und machen das Klima angenehm.
Die heißesten Monate sind März und April, wenn die Sonne senkrecht über Sri Lanka steht. Danach erfaßt der Süd-West-Mosum von Mai bis August hauptsächlich den Südwesten mit Regen.
Im Norden und Osten der Insel fällt während der Nord-Ost-Monsumzeit, im Dezember und Januar, der Hauptniederschlag, der weniger ergiebig ist, als der Süd-West-Monsum. Im Gebirge kann man häufig mit Niederschlag rechnen, der bis zu 450 cm im Jahr betragen kann. Andere Gebiete im nördlichen Flachland und im Südosten sind steppenartig trocken.
Die günstigste Reisezeit ist von März bis November im Osten und Nordosten und von November bis März im Südwesten. Ideal für die gesamte Insel ist die überall niederschlagsarme Zeit von Ende Januar bis Mitte April.